Schickt eure schönsten Fotos einfach an mich, wenn sie auf der Jugendseite des Kreisanglervereins veröffentlicht werden sollen. Ich freue mich schon darauf. (Bitte in digitalisierter Form)
meine Internet-Adresse: lehnert.abtsdorf@freenet.de
Verbandsjugendtreffen 2009 des LAV Sachsen-Anhalt e.V. in Uechteritz
Da sind die Erinnerungen an das letzte Treffen der Jugendlichen noch nicht einmal ganz verflogen, da trifft man sich nach einem verdammt schnell vergangenen Jahr wieder, diesmal in Uechteritz. Unter der Betreuung unserer Jugendreferentin -Heike Guse- ging es diesmal, Dank unseres Kreissportwartes -Uwe Potschka- in seinem Bus an den Ort des Geschehens. Hochmotiviert und gut gelaunt, wieder in einem perfekten Outfit, vertraten unsere Kinder und Jugendlichen den Kreisanglerverein Wittenberg e.V.. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Fänge waren eher mäßig als überdurchschnittlich gut. Das lag aber bestimmt an dem ständigen Wetterwechsel und. Trotzdem, oder gerade deshalb, weil unsere Jugend ja etwas vom Angeln versteht, gingen doch einige Fische ins Netz und bei so manch sportlicher Betätigung konnte man seine Kräfte messen um zum Schluss so manchen Pokal mit nach Hause zu nehmen. An dieser Stelle wünschen wir dem Kevin beste Genesung. Allen, die an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt waren gilt mein herzlicher Dank. Ich hoffe und wünsche mir, dass wir auch im nächsten Jahr wieder mit einer Abordnung zum Verbandstreffen des LAV vertreten sind und das wir im nächsten Jahr wieder ein eigenes Kreisjugendcamp durchführen werden.
K u r z g e s c h i c h t e n
von 
September
"Das hätte deiner sein können"
Ich hatte schon seit langem einen Angelausflug mit meinem Freund Wolfgang geplant. Immer wieder mussten wir diesen verschieben, aber nach seinem Jahresurlaub in Norwegen sollte es so weit sein. Wochen vorher wurde der Zeitplan akribisch besprochen und das Füttern der Angelplätze organisiert. Doch manchmal macht man die Rechnung ohne den Wirt. Ich bekam kurz vor der geplanten Tour das "Nein" von meinem Chef. Kann man nichts machen, Arbeit geht vor. Wolfgang dagegen konnte ohne Stress und Hektik den Karpfenansitz genießen. Ich war schon ein wenig sauer als er mich am zweiten Tag zum Mittag anrief und mir das erste Ergebnis stolz verkündete, 16 Pfund schwer und 68 cm lang, ein schöner Spiegelkarpfen. Geangelt wurde übrigens mit Boilie der Marke "Selbstgemacht". Da dachte ich so bei mir, das hätte deiner sein können, wenn da nicht der Chef gewesen wäre. Um so mehr habe ich mich für meinen Freund Wolfgang gefreut, der nun nach langer Zeit auch mal wieder einen schönen Spiegelkarpfen in den Händen halten konnte. Der September ist noch lang und da gibts bestimmt noch eine zweite Kurzgeschichte, deren Ergebnis anders aussieht. Auf jeden Fall an dieser Stelle dem Wolfgang ein kräftiges Petri Heil.


August
"Ferienzeit ist Ausruhzeit"
Für den August, meinem diesjährigen Urlaubsmonat, kann ich euch keine Angelerlebnisse erzählen. Die Familie wollte in diesem Jahr zwar wieder ans Wasser aber ich musste versprechen, meine Angeln zu Hause zu lassen. Ich muss auch ehrlicherweise gestehen, dass so richtig Platz im Auto in diesem Jahr gar nicht war. Insofern blieb mir nur der Blick von der Seebrücke über die Schultern der dortigen Angler, doch der war sehr ernüchternd. Ich muss mich also eigentlich nicht wirklich ärgern, denn die wenigen Tage im Jahr gemeinsam in Familie kann man ja auch genießen, diesind eigentlich fast so schön wie angeln gehen - aber nur fast -.
Juli
"Wer zuletzt lacht"
Wieder ist ein ganzer Angelmonat vorüber, der Urlaub steht vor der Tür und ich habe für meine Verhältnisse richtig Fisch gefangen. Gerade am letzten Wochenende war wieder so eine Sternenstunde. Freitagabend war ich unterwegs an mein auserwähltes Angelgewässer, als mich schon aus weiter Ferne eine Menge Autos vom Parkplatz erwarteten; Hochbetrieb am Sportgewässer, kein Wunder, die Elbe führt momentan etwas Hochwasser. Mit dem Füttern war das so eine Sache. Ich unterhielt mich dann lieber mit den Angelsportlern, als dass ich meinen Angelplatz aufsuchte und in Gegenwart mehrerer Sportfreunde fütterte. Es wurde schon langsam dunkel, als ich nach Hause fuhr, mitsamt meinem vorbereiteten Futter. Am nächsten Tag sollte mir das gleiche wiederfahren, es war wie verhext. Ein breites Grinsen der Angler verriet mir jedoch ihre Zufriedenheit, schon länger am Angelgewässer zu sein als ich. Das Einzige was positv war, auf "meiner" Angelstelle war kein Angler anzutreffen. Sonntag gegen 2:30 Uhr war die Nacht vorbei. Angezogen, ab ins Auto und, ja und da waren sie wieder, die Spiegelbilder der letzten Tage. Die Jungs waren immer noch kräftig beim Fischen, sie wollten erst am heutigen Sonntag wieder nach Hause. Doch wie gesagt, die Stelle meiner Begierde war frei, obwohl der Wind die letzten Tage gedreht hatte und ich diesen somit voll von vorn hatte. Das störte mich jedoch nicht, erhoffte ich mir doch davon einen kleinen Heimvorteil. Die Jungs, die schon mehrere Tage dem Karpfen nachstellten hatten bisher keinen nennenswerten Erfolg zu vermelden. Die ersten 3 Stunden saß ich auch völlig regungslos auf meinem Stuhl, nur der Wind brachte so manchen Ast zum wackeln, doch dann plötzlich die Wende. Ich angelte an diesem Morgen mit Futterkorb und Maiskette. Eine gebogene Rutenspitze und das Singen der Rollenspule gab mir dieses gewisse Gefühl der Freude. Jetzt nur keinen Fehler machen, sagte ich mir, denn die Anglerkollegen von nebenan waren an meinen Platz geeilt, um zu sehen, was sie eigentlich nicht wahrhaben wollten. Ich belehrte sie jedoch eines besseren. Ich war schon innerlich zufrieden als vor mir ein 65 cm langer oder auch kurzer Karpfen von 11 Pfund lag und mein Angelturn eigentlich schon jetzt erfolgreicher war, als der meiner Mitstreiter. Geärgert habe ich mich jedoch trotzdem, aber nur über mich, denn vor lauter Hektik hatte ich meinen Fotoapparat zu Hause liegen lassen. Beim nächsten mal wird er dann fotografiert -versprochen-. In diesem Sinne PETRI HEIL
Juni
"Wenn das bloß gut geht"
Seit Tagen Temperaturen um die 17 Grad Celsius, tagsüber leichtverhangener Himmel und ab und an ein Regenschauer von oben. Für den Monat Mai eigentlich recht typisch. Wie für jeden Angelsamstag habe ich mir auch für heute wieder eine Angeltour ausgedacht. Das Hochwasser der Elbe ist nun wieder aus den angrenzenden Gewässern verschwunden. Mit Maden, Kartoffeln, Mais und Würmern als Köder geht es diesmal auf die Spiegler in einem kleinen Waiher in der Nähe.


Ich stehe mit meinem Auto wie verabredet um 02:30 Uhr bei meinem Begleiter vor der Tür. Der wartet schon mit brennender Zigarette auf mich und hat auch gleich einen guten Witz auf Lager. Das kann ja wieder heiter werden, denke ich und ab geht es in Richtung Angelgewässer. Nach einer guten Stunde Autofahrt sind wir am heutigen Ziel unserer Träume. Das Gewässer liegt im Nebel verhangen vor uns. Eine Wildentenfamilie verlässt aufgeschreckt durch unser Erscheinen die gewohnte Umgebung in Richtung anderes Ufer. Nur ein Biber beäugt uns argwöhnisch.
Die Sonne kämpft sich mit Erfolg langsam durch den dichten Wolkenvorhang. Schon seit einiger Zeit beobachten wir an unserem Angelplatz ein verstärktes Gründeln von Fischen, doch bisher hatten wir keinen Erfolg. Plötzlich werden wir von einem schrillen Dauerton eines unserer Bissanzeiger aus unseren Gedanken gerissen. Mein Begleiter hat die Angel schon in der Hand. Die Freilaufrolle blockiert die Schnurführung, Anhieb-der sitzt-.Bedächtig zieht ein Fisch am Ende der Schnur seine Bahn in Richtung tieferes Wasser. Wie ich so meinen Freund beobachte, es muss ein etwas größerer Fisch sein, meldet sich auch mein Bissanzeiger. Die Rute in die Hand, noch einmal eine kurze Kontrolle. Auch ich setze den Anhieb und spüre einen doch ungewöhnlich großen Wiederstand. Indes ist mein Freund beschäftigt seinen Fisch in Ufernähe zu führen. Ich höre ihn nur fluchen, da der Fisch noch einmal zu einer Flucht ansetzt, diesmal aber in meine Richtung. Jetzt war guter Rat teuer. Ich dachte nur: "wenn das bloß gut geht". Unsere Rutenspitzen zeigten aufeinander zu. Nach einigen geschickten Manövern unsererseits, konnte doch jeder dem anderen seinen glücklich gelandeten Fisch präsentieren. Zwei Spiegelkarpfen von je 10 und 16 Pfund waren Lohn des zeitigen Aufstehens. Diese setzten wir schonend wieder ins Gewässer zurück. An diesem Tag hatten wir noch einige andere Erlebnisse, doch davon beim nächsten Mal mehr.
In diesem Sinne PETRI HEIL